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Informationen zur 300 Jahr Feier von Felsberg am 04.-06.06.2004



mayor
300 Jahre Felsberg - ein bedeutendes Jubiläum kündigt sich an

Felsberg - Eingangstor eines gemeinsamen, jahrhundertealten Grenzlandes, ein Ort - landschaftlich wunderschön gelegen zwischen den Ausläufern des lothringischen Hügellandes auf der einen Seite und dem sich auftuenden Saartal auf der anderen Seite - als das "obere" und "untere" Felsberg verbunden durch die "Stai" selbst, durch die Ansteige, die das Dorf einzigartig charakterisiert und dem Betrachter schon von weitem mit der schönen Pfarrkirche St. Nikolaus einen besonderen, ja malerischen Eindruck von Felsberg schenkt. Umgeben und geschützt von der Teufelsburg und bereichert um den zu Felsberg gehörenden und so idyllisch gelegenen "Neuhof" ist Felsberg ein Ort unserer Heimat und ein Heimatort in unserer Grenzlandgemeinde. Und es gibt allen Grund, das nun bald anstehende 300jährige Gründungsjubiläum des Ortes Felsberg öffentlich und mit hoffentlich vielen Besuchern, Freunden und Gästen zu begehen. Denn es gibt sicherlich vieles zu erfahren über die Geschichte des Ortes und der früheren Herrschaft Felsberg, über die Ursprünge des alten Siedlungsgebietes, über den schon frühen und auch heute wieder betriebenen Weinanbau, über die Obstbaumzucht und die Landwirtschaft, über die beiden Burgen Alt- und Neufelsberg, über die Geschichte der Pfarrei, über die Kalk- und Sandsteinindustrie, über den Bau der Straßenbahn und den frühen Omnibusverkehr, über die Gründung der Feuerwehr bis hin zu Felsbergern Bräuchen und Traditionen, von denen auch heute noch das Vereinsleben in Felsberg und vor allem viele Felsberger Einwohner selbst erzählen. Felsberg ist in der Tat ein schöner Ort, sicherlich mit einer der schönsten und interessantesten Orte im ganzen Saarland, wie das der Sieg im kreisweiten und die damit jetzt verbundene Teilnahme am landesweiten Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" eindrucksvoll unterstreichen. Allen, die ihren Heimatort Felsberg lieben, die für das Wohlergehen des Ortes sorgen und mithelfen, Felsberg als ihre Heimat zu bewahren, wünsche ich für das anstehende Jubiläum viel Freude - und dem Ort selbst die Aufmerksamkeit in der landesweiten, ja grenzüberschreitenden Öffentlichkeit, die er mit seiner Geschichte und seinem unsere Grenzregion mitprägendem typischen Ortsbild verdient hat.

Möge das anlaufende Jubiläum des Ortes Felsberg auf großes Interesse stoßen.

Überherrn, im Februar 2003

Thomas Burg
Bürgermeister




17.06.2004

300 Jahre Felsberg

Liebe Mitbürgerinnen,

nach langen und intensiven Vorbereitungen durch eine große Zahl von engagierten Helfern, konnte endlich am Freitag, 4. Juni 2004 Herr Bürgermeister Thomas Burg, assistiert von Maire Gaston Schramm aus Villingen, mit dem Faßanstich, die Feierlichkeiten zum 300-jährigen Gründungsjubiläum von Felsberg eröffnen. Im Beisein einer großen Zahl von Gästen, die bei der Eröffnung der Feierlichkeit ten dabei sein wollten, erfolgte der Faßanstich, wobei der kleine Bieranzug von Bürgermeister Burg, zur Belustigung der Gäste, et was in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Die engagierte Band "Gnadenlos" machte ihrem Namen alle Ehre und animierte die jüngeren Gäste mit großem Stehvermögen zu längerem Verweilen.

Die Festveranstaltung am Samstag, 5. Juni wurde eingeleitet durch einen Festgottesdienst in der Kirche, der von Herrn Pastor Achim Thieser unter Mitwirkung des Kirchenchores und der mittelalterlichen Musikgruppe "Arundo Sonans" feierlich gestaltet wurde. An stelle der Predigt berichtet Hans Georg Reuter aus der Geschichte der Pfarrei Felsberg.

Die Gäste der Festveranstaltung auf dem Schulhof wurden von Pa gen in Barockgewändern empfangen, wobei die Damen eine Rose und die Herren ein Foto in der Größe einer Postkarte mit Felsberger Motiv erhielten. Die zahlreich erschienenen Ehrengäste, darunter der Schirmherr der Festtage Herr Ministerpräsident Peter Müller wurden von den Pagen zu ihren Plätzen geleitet.

Nach der Begrüßung durch Ortsvorsteher Schwarz, der den Ministerpräsidenten um die Unterstützung der Landesregierung beim beabsichtigten Erwerb des Grundstücks der Volksbank Saar-West bat ergriff der Schirmherr das Wort und gratulierte dem Dorf und seinen Bewohnern zu ihrem Fest. Dabei hob er besonders das Engagement der gesamten Dorfgemeinschaft hervor und versprach sich für die Bezuschußung des Erwerbs des Grundstücks Volksbank Saar- West für die Zwecke der Dorfgemeinschaft einzusetzen. Nach den Grußworten von Herrn Landrat Dr. Peter Winter und Herrn Bürger meister Thomas Burg hatte der Maire der Partnerstadt L'Hopital, Monsieur Gilbert Weber, ein Überraschungsgeschenk bereit. Gemeinsam mit Bürgermeister Burg, Maire Andre Bohl aus Creutzwald, Maire Gaston Schramm und Ortsvorsteher Schwarz, enthüllte er in Anerkennung der Erfolge von Felsberg beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" ein mitgebrachtes Schild mit der Aufschrift 'Ville fleurie". Dieser Titel wird in Frankreich von einer Jury in einem vergleichbaren Wettbewerb wie in Deutschland "unser Dorf soll schöner werden" verliehen. Damit ist Felsberg der erste Ort in Deutschland, der diesen französischen Titel führen kann.

Den Festvortrag des Abends hielt Herr Prof Dr. Konrad Schön, der in seiner Festrede die Leistungen der Bürger würdigte.

Musikalisch umrahmt wurde die Festveranstaltung durch den Harmonika-Club Felsberg unter Leitung von Josef Robert. Höhepunkt des Festabends war dann die Felsberger Zeitreise, bei welcher in 16 Szenen wichtige Ereignisse aus der Felsberger Geschichte schau- spielerisch dargestellt wurden. Monika Podzierski als Zeitgeist und Michael Maßmich als "Leibhaftiger" von der Teufelsburg, führten durch die Zeitreise und kommentierten das Geschehen. Beginnendmit den Rittern der Teufelsburg traten auf König Ludwig IVX. von Frankreich, Herzog Leopold 1. von Lothringen, Napoleon Bonaparte, ein preußischer Offizier, der den Ministerpräsidenten fragte ob er gedient habe, der Autorennfahrer Hans Stuck, der Gewinner der Tour de France Eddy Merx, die Kinder der ersten Schule von Felsberg mit ihrem 'Kaiserweck", die Demonstranten der Saarabstimmung 1935 mit Transparent " Heim ins Reich" und der Abstimmung 1955 mit dem Ruf "Der Dicke muß weg", sowie der Verlust der Selbständigkeit der Gemeinde Felsberg im Zuge der Gebietsreform von 1974. Begleitet wurde die Zeitreise durch zu den jeweiligen Szenen passende Bilder, die im Hintergrund auf einer Leinwand zu sehen waren und der jeweiligen Zeit entsprechende Musik.

Zum Schluß der Zeitreise traten nacheinander alle Vereine mit einer kleinen Abordnung auf und Stellten durch eine typische Handlung die Tätigkeit des Vereins vor. Autor der Zeitreise war der Vorsitzende der Spielgemeinschaft Teufeisburg, Herr Norbert Güthler-Tyarks, der selbst auch verschiedenen Szenen auftrat. Der folgende Sonntag begann mit dem Frühschoppenkonzert der Uberherrner Musikanten, welche die Festgesellschaft auch während des Mittagessens, zu dem das DRK Felsberg/Berus unter Chefkoch Thomas Weyrich, ein Festtagsmenu hergerichtet hatte, unterhielt. Danach ging es mit musikalischer Unterhaltung durch den Harmonika-CIub und den Kinderchor unter Leitung von Christian Jacob sowie mit Kinderspielen wie zu alten Zeiten weiter. Ein weiterer Höhepunkt des Festes war dann der Auftritt der Bergkapelle der DSK, früher Saarbergwerke, welche in einer Stärke von 50 Musikanten auftrat und das Publikum begeisterte. Danach trat die Felsberger Musikgruppe "Alive" auf bevor es zur Verlosung der Gewinner des Felsberger Bilderrätsels kam. Zum Abschluß sorgte die "Marshing-Band" aus Völklingen mit ihrem gekonnten Auftritt noch einmal für Stimmung. Großen Anklang bei den Besuchern fand die Ausstellung in der Turnhalle der Schule, in welcher eine von Matthias Schmitt gestaltete Bilderausstellung mit alten Fotos sowie von Francois Melcion eine Mineraliensammlung und funden steinzeitlicher Werkzeuge und Gegenstände aus der Gemarkung Felsberg gezeigt wurden. Rudi Zenner zeigte auf einer DVD, die auch zum Verkauf angeboten wurde, alte Felsberger Häuser und stellte deren Erbauer und die folgenden Besitzer vor.

Nach diesen erfolgreichen drei Tagen bleibt uns nur noch Dank zu sagen an alle, die ihren Anteil zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Allen voran den vielen, auch auswärtigen Gästen, die das große Zeit mit Leben gefüllt haben, wobei wir annehmen, daß alle viel Freude und gute Gesellschaft hatten und die Veranstaltungen in angenehmer Erinnerung behalten werden.

Besonderen Dank sagen möchten wir aber auch allen, die in den verschiedenen Arbeitsgruppen in langer mühsamer Arbeit die Vorbereitungen zum Ablauf des Festes geplant und mit vielen guten Ideen und Vorschlägen den Grundstein für den Erfolg gelegt haben. Dank auch an die vielen spontanen Helferinnen, die den zügigen und reibungslosen Auf- und Abbau des Zeltes und der Stände bewerkstelligt haben. Vielen Dank auch den zahlreichen Helferinnen, die in den Verkaufsständen ihren Dienst versehen haben oder die Bedienung der Gäste übernahmen. Nicht vergessen wollen wir diejenigen, die freundlicherweise die nicht gerade angenehme Aufgabe der Nachtwache und der Reinigung übernommen haben. Herzlichen Dank auch der Gemeinde und dem Bauhof für die tatkräftige Unterstützung und Hilfe bei den Vorbereitungen und der Ausrichtung des Festes.

Unser besonderer Dank gilt den vielen Sponsoren, die durch Geld oder Sachspenden die Veranstaltungen erst ermöglicht bzw. unter stützt haben. Ein Dankeschön gilt auch der Presse, die durch ihre Berichterstattung, bereits im Vorfeld, auf das Fest aufmerksam gemacht hat. Den Vereinen, die ausnahmslos an den Vorbereitungen und dem Ablauf mitgewirkt haben sowie der ganzen Dorfgemeinschaft gilt unser Dank bei diesem Fest hat sich wieder einmal gezeigt, daß wir uns auf eine funktionierende Dorfgemeinschaft verlassen können und allen Grund haben hierauf stolz zu sein.

in diesem Sinne, wünschen wir uns auch für die Zukunft eine gute und gedeihliche Zusammenarbeit im Interesse der ganzen Dorfgemeinschaft und hoffen, daß die nächste Jubiläumsveranstaltung ein ebensolcher Erfolg sein wird.

Klaus Schwarz - Ortsvorsteher -

Leo Robert Vorsitzender der Interessengemeinschaft



Programm





Jubiläumsabfüllung

Ausstellung im Gemeindehaus Felsberg
-Farbgefühle-
Malereien von
Josef Christiany


04.03.2004

300 Jahre und mehr-Vortrag von Herrn Francois Melcion-

Frau Susanne Fritzen von der Volkshochschule Überherrn hatte angeregt im Zusammenhang mit dem in diesem Jahr anstehenden 300-jährigen Gründungsjubiläum von Felsberg einen Vortrag über die Gründung und Entwicklung des Dorfes zu halten. Für diese Aufgabe kam natürlich kein anderer als Herr Francois Melcion infrage, der durch seine Forschungen in den verschiedensten Archiven, insbesondere aber in den französischen über die beste Kenntnis der Geschichte des Dorfes verfügt. Herr Melcion hat sich freundlicherweise spontan bereit erklärt einen derartigen Vortrag in und über Felsberg zu halten. Durch einen Unfall mit anschließendem Krankenhausaufenthalt war der vorgesehene Termin allerdings infrage gestellt. Dennoch hat er trotz Gehbehinderung zu seinem Wort gestanden und am Mittwoch, 10. März 2004 seinen Vortrag im Gemeindehaus Felsberg gehalten.

Das Interesse, insbesondere der Felsberger war so groß, daß der Saal im Gemeindehaus mit etwa 70 Besuchern so gefüllt war, sodaß es recht eng wurde. Nach einer kurzen Einführung durch Frau Fritzen, die besonders hervorhob, daß Herr Melcion auf das im zustehende Honorar verzichte, weshalb kein Eintritt erhoben werde, es aber freigestellt sei eine Spende zur Finanzierung der Jubiläumsfeierlichkeiten zu geben, konnte Herr Melcion mit seinem Vortrag beginnen. Auf Grund seiner Beschäftigung auch mit der Geologie und den daraus resultierenden Kenntnissen über die besonderen Verhältnisse im Bereich von Felsberg griff er tief in die erdgeschichtliche Entwicklung und die besonderen Verhältnisse im Bereich von Felsberg zurück. So führte er u.a. aus, daß auf Grund von Bewegungen der Erdkruste die Erde vor Jahrmillionen im Raum von Felsberg um etwa 70 Meter abgesackt sei, wodurch der so genannte Felsberger Sprung entstanden sei. Unter diesem Begriff sei Felsberg unter Fachleuten weithin bekannt. Auch wußte er über frühgeschichtliche Besiedlung zu berichten und zeigte Dias von auf der Gemarkung Felsberg von ihm gefundenen Steinwerkzeugen, deren Alter er mit 8 bis 10 000 Jahre angab.

Nach kurzem Eingehen auf die Römerzeit, von welcher Spuren auf der Teufelsburg zu finden sind und dem Mittelalter mit Gründung der Burg Neufelsberg (Teufelsburg) ging er auf die Gründung von Felsberg durch Herzog Leopold I. von Lothringen ein. Hiernach haben wir die Gründung unseres Dorfes den Expansionbestrebungen des damaligen französischen Königreiches zu verdanken, denen der Herzog von Lothringen durch die Gründung von Grenzdörfern einen Riegel vorschieben wollte. Im Folgenden berichtete Herr Melcion über die Entwicklung des Dorfes seit der Gründung im Jahre 1704 bis heute und den in dieser Zeit sich zugetragenen besonderen Ereignissen. Weltbekannt wurde Felsberg durch den 1950 gebauten Sender EUROPE 1, welcher als damals stärkster Sender der Welt, seine Sendungen bis nach Südamerika ausstrahlt und die für die damalige Zeit einmalige Baulichkeit der Sendehalle. Herr Melcion bedauerte, daß er mit Rücksicht auf sein Publikum und dessen Aufmerksamkeit seinen Vortrag auf etwa eineinhalb Stunden beschränken müsse, obwohl er Material für einen vierstündigen Bericht zur Verfügung habe. Nachdem die Zuhörer aufmerksam die genannte Zeit gelauscht hatten und Herr Melcion seinen Vortrag beendet hatte erhielt er anhaltenden Beifall und viel Lob von allen Beteiligten. Ihre Zufriedenheit mit dem Vortrag drückten die Besucher alsdann mit einem Spendenbetrag von mehr als 200 € zur Finanzierung der Jubiläumsfeierlichkeiten aus. Frau Fritzen bedankte sich sehr herzlich bei Herrn Melcion für sein Engagement und den interessanten Vortrag, mit welchem gerade im Jahr des Jubiläums gute Kenntnisse über die Entwicklung des Dorfes vermittelt wurden, wie auch den Verzicht auf ein Honorar.

Klaus Schwarz
-Ortsvorsteher-


300 Jahre Felsberg

Der Termin der geplanten Feierlichkeiten anlässlich des 300-jähri gen Gründungsjubiläums unseres Dorfes rückt immer näher.
Am Mittwoch, dem 10. März wird Herr Francois Meicion um 19.00 Uhr im Gemeindehaus im Auftrag der Volkshochschule Überherrn einen Vortrag halten unter dem Titel "Wie es zur Gründung von Felsberg kam".

Der Eintritt ist frei, freiwillige Spenden, die der Finanzierung der Jubiläumsfeierlichkeiten dienen, sind willkommen. Der Vortrag ist für das Verständnis der historischen Entwicklung unseres Dorfes von Bedeutung, weshalb ein Besuch der Veranstaltung sehr empfohlen wird.

Die eigentlichen Feierlichkeiten sind für Freitag, 4.Juni bis Sonn tag, 6. Juni 200,4 geplant. Das geplante Programm sieht für Frei tag, 4 Juni, eine Veranstaltung mit einer Jugendband im Festzelt auf dem Schulhof vor. Der Festabend am Samstag, 5. Juni, beginnt mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche, anschließend Festabend im Festzeit mit der Festrede von Herrn Prof. Schön (langjähriges Mitglied des Europaparlaments und Ex-Finanzminster des Saarlandes) sowie einer dargestellten "Zeitreise" durch die Geschichte von Felsberg. Am Sonntag laden die Überherrner Musikanten zum Frühschoppenkonzert ein, mit anschließendem gemeinsamem Mittagessen (Festessen) im Festzeit. Am Nachmittag stellen sich die Felsberger Vereine vor, und die Bergkapelle der DSK spielt auf. Für Hochstimmung im Festzeit wird am Abend die durch ihre Teilnahme an den Kirmesumzügen bekannte Marching-Band aus Völklingen sorgen. Im Laufe des Abends ist auch die Ermittlung der Gewinner des Felsberger Bilderrätsels, bei dem interessante Preise zu gewinnen sind, vorgesehen.

Die Vorbereitungen für diese Veranstaltung laufen auf vollen Touren und werden in mehreren Ausschüssen vorangetrieben.
Zur erfolgreichen Durchführung der Veranstaltung ist die Mitarbeit einer großen Helferzahl erforderlich. Wir bitten daher um freundliche Mithilfe und Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Festlichkeiten wie dem Aufbau des Festzeltes, der Versorgungsstände, Dekoration, Getränke- und Esswarenverkauf, Betreuung der Gäste, Bedienung, Bewachung, Reinigung und natürlich auch dem Abbau des Zeltes und der Stände. Wenn möglichst viele Hand anlegen und mithelfen, werden die Festveranstaltungen für unser Dorf und uns alle ein Erfolg werden.

Nur alle hundert Jahre kann es einen solchen Anlass zum Feiern geben, helfen Sie alle mit, dass es ein Erfolg wird.
Wir bitten auch, alle auswärts wohnenden ehemaligen Felsberger aus dem Familien- und Bekanntenkreis bereits frühzeitig auf den Festtermin aufmerksam zu machen. Es wäre schön, wenn aus diesem Anlass viele nicht mehr im Dorf lebende Felsberger sich zu einem großen Treffen aller "Staia" zusammenfinden würden.

Wir dürfen heute bereits auf eine im Rahmen des Jubiläums im Gemeindehaus stattfindende Bilderaustellung unseres ehemaligen Felsberger Bürgers Josef (Jony) Christiany, der in Neustadt/Weinstraße lebt, aufmerksam machen. Die Ausstellung, die u.a. verschiedene Bilder interessanter Felsberger Motive zeigt, hat Herr Christiany mit dem Titel "Wie ich meine Heimat und die Umwelt sehe" benannt. Die Ausstellung ist geöffnet am Palmsonntag, 04.04., Gründonnerstag, 08.04. und Karfreitag, 09.04.04. Herr Christiany stellt den Erlös aus dem Verkauf seiner Bilder freundlicherweise zur Finanzierung der Jubiläumsfeierlichkeiten zur Verfügung. Weitere Informationen zu dieser Austeilung erfolgen rechtzeitig vor Beginn der selben.

Klaus Schwarz
-Ortsvorsteher
Leo Robert
-Vors. der lnterssengemeinschaft


26.02.2004

300 Jahre Felsberg

Zur Erstellung einer Häuser-Chronik, für die 300 Jahrfeier vom 04. bis 06. Juni 2004 werden noch Fotos gesucht. Fotos von Häusern in alter Ansicht die vom Wiederaufbau 1941 abgerissen wurden. Aber auch Fotos anderen Häusern wie sie früher aussahen und heute noch vorhanden sind. Suchen Sie in Ihren Alben (Fotokisten) nach Fotos die dafür in Frage kommen und rufen Sie mich an, auf Wunsch werden dieselben vor Ort fotografiert, so dass die Fotos nicht aus dem Hause gehen. Bis zu Ihrem Anruf.

Rudolf Zenner
Kirchenweg 60 Tel. 06837/818 oder E-Mail http://www.rudi@zenner1.de

08.01.2004

Alte "Staier" (Felsberger) Ansichten

Liebe Mitbürgerinnen

In diesem Jahr haben wir Gelegenheit das 300. Jubiläum der Gründung unseres Dorfes durch Herzog Leopold 1. von Lothringen zu begehen. Ortsrat und Interessengemeinschaft der Vereine haben beschlossen dieses Ereignis festlich zu begehen. Die Jubiläumsfeierlichkeiten werden vom 4, bis 6. Juni 2004 stattfinden. Aus Anlass des Jubiläums hat unser ehemaliger Mitbürger Josef (Jony) Christiany, der in Neustadt an der Weinstraße lebt, eine Sammlung von a Fotos zusammengestellt und in einer kleinen Broschüre zusammengefasst. Ziel dieser mit Alten "Staier" (Felsberger) Ansichten betitelten Broschüre ist es, bei älteren, insbesondere auswärts wohnenden, Felsbergerinnen Erinnerungen an die Vergangenheit zu wecken und andererseits den Jüngeren ein Bild über das frühere Aussehen und die Lebensverhältnisse in unserem Dorf zu verschaffen. Die Broschüre ist zum Preis von 8,00 E beim Ortsvorsteher Klaus Schwarz, Metzer Straße 66, sowie beim Vorsitzenden der Interessengemeinschaft, Herrn Leo Robert, Bahnhofstraße 8 erhältlich. Der gesamte Erlös kann zur Finanzierung der Jubiläumsfeierlichkeiten verwandt werden, da Herr Josef (Jony) Christiany die Broschüre kostenlos erstellt und gefertigt hat zu Gunsten seines Heimatdorfes.

Klaus Schwarz -Ortsvorsteher


Vor 825 Jahren am 18. Oktober 1179 war die erste urkundliche Erwähnung "Felsberg" Hier erteilt Papst Alexander dem Kloster Bouzonville (Busendorf) einen Schutz- und Bestätigungsbrief seiner Rechte und Besitzungen. Unter letzteren werden genannt je ein halber Mansus zu Becherdorf und Serichinchem (im nahen Lothringen), welche Udo von Vellesperc (Felsberg) gibt. Erst 525 Jahre später kam es zur Gründung von dem Ort Felsberg
(Siehe unten)

Einladung in der Überherrner Rundschau am 06.02.2003

Vorbereitungstreffen zur
300-jährigen Gründungsjubiläums
von Felsberg


Liebe Mitbürgerinnen,

wie durch verschiedene Veröffentlichungen in der Überherrner Rundschau sowie durch die Vorträge von Herrn Francois Meicion mit dem Thema Wie es zur Gründung von Felsberg kam' und die Beratungen und Beschlüsse im Ortsrat sowie in der lnteressengemeinschaft der Felsberger Vereine bekannt ist, werden wir im kommenden Jahr den 300. Jahrestag der Gründung unseres Dorfes durch Herzog Leopold 1 von Lothringen begehen können. Am 22. April 1704 wurde das von Herzog Leopold 1 in seiner Residenz in Luneville unterzeichnete Gründungsprotokoll im Gericht zu Berus eingetragen, womit die Gründung des Dorfes Felsberg beurkundet war.

Zur Vorbereitung dieses Jubiläums laden wir hiermit die Vertreter des Ortsrates, die Vorsitzenden bzw. Vorstände der örtlichen Ver- eine und Organisationen sowie ganz besonders alle Felsberger Mitbürgerinnen, die an der Durchführung und Gestaltung des Jubiläums interessiert und bereit sind daran mitzuwirken, zu einem ersten Vorbereitungstreffen am Montag, 10. Februar 2003 um 19.00 Uhr im Gemeindehaus Felsberg ein.

Wir würden uns sehr freuen recht viele interessierte Felsberger zu dieser Veranstaltung begrüßen zu können.

Klaus Schwarz, -Ortsvorsteher-

Leo Robert, -Vorsitzender der Interessengemeinschaft-



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Wie es zur Gründung von Felsberg kam

Die Siedlung "Felsberg" hat ihren Ursprung im heutigen Oberfelsberg. Hier ließen sich nämlich mit dem Baubeginn der Festung Saarlouis im Jahre 1680 französische Kalkbrenner nieder, die den Kalk für die neue Festung brannten.

Sie nannten ihre Barackensiedlung "Fours à Chaux" ( Kalkofen ).

Zur gleichen Zeit, wohnten vor der Ruine der Burg ( Louis XIV ließ die Burg sprengen im Jahre 1676 ) drei Steinmetzefamilien in Baracken. Diese kleine Siedlung hieß "Filsberg".

Herzog Léopold I. von Lothringen, der große Reformer, setzte um 1700 Neugründungen mit dreißig Dörfern fort und stieß dabei ins Saartal vor, wobei politische Gründe an erster Stelle standen.

Dieser Politik verdanken die Dörfer Felsberg, Neuforweiler und Niederlimberg ihre Entstehung.

Für die Anlage der Dörfer von Felsberg und Neuforweiler waren die Verträge von Ryswik ( 1697 ) und Paris ( 1718 ) maßgebend.

In dem Artikel 32 des Ryswiker Vertrages heißt es: "Seine allerchristliche Majestät behält sich die Festung Saarlouis mit der Bannmeile von einer Meile Umfang im Umkreis vor, die durch Bevollmächtigte des Königs und des Herzogs bestimmt werden soll. Festung und Bannmeile verbleiben in vollem Hoheitsrecht ihrer allerchristlichen Majestät".

Da aber die Vermarkung dieser Bannmeile nicht unmittelbar darauf erfolgte, schoben Frankreich und Lothringen diese Regelung hinaus in der Hoffnung, Land zu gewinnen, so Frankreich in der Ausweitung der Bannmeile und Lothringen, die Bannmeile möglichst zu verkleinern.

Aus diesem Grunde konnte Lothringen die Dörfer Felsberg, Neuforweiler und Niederlimberg anlegen, da nach dem Frieden von Paris der Wallerfanger Bann verkleinert worden war.

Die beim Umbau der Straße von Saarlouis nach Metz beim Abholzen der Wälder beschäftigten Arbeiter siedelte man in Felsberg an.

Verlauf der Gründung :

Schreiber :
Henri-Joseph Kiecler "Generalbevollmächtigter für die Neuregelung der Wasser- und Waldverhältnisse in Deutsch-Lothringen".

Vermesser :
Jean Bourguignon "Vereidigten Landmesser des Bezirks Freistroff und Berus".

12.12.1703 bis 13.01.1704 :
1. Gründungsprotokoll ( Vorschlag ) in Forweiler ( Altforweiler ) geschrieben und von Herzog genehmigt.

13.01.1704 bis 31.03 1704 :
2. Gründungsprotokoll und Bannbuch in Bisten geschrieben ( Verteilung der Bauplätze, Gärten und Land für 10 Bauern und 15 Handwerker )
31.03.1704 :
2. Gründungsprotokoll nach Lunéville gesandt.
22.04.1704 :
2.Gründungsprotokoll zurück mit der Unterschrift von Léopold I.
2.Gründungsprotokoll eingetragen im Gericht von Berus.
23.04.1704 : erste Landbegehung.
Wegen eines Vermessungsfehlers 1704 von Herr Bourguignon, wurden die Gemarkungen "Auf dem Ittersdorfer Bann", "Barack", "Lang Längt" und "Spitzen" 1708 neu verteilt !

Das Bannbuch selbst schloss Kiecler am 26. Mai 1710, ohne dass der Ort vollendet war.
Die nicht bewirtschafteten Felder wurden 1712 neu verteilt.

1710 betrug die Zahl der Einwohner von Felsberg 109 ( 27 Familien ).

Bearbeitung : François Melcion , 2003