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Brunnen in Felsberg
In Felsberg gibt es noch 3 intakte Brunnenanlagen, sehr zur Freude vor allem der Kinder.
Hier der Saarlouiser Brunnen
1680 ließ Ludwig der XIV. die Festung von Saarlouis ( Frankreich ) mit dem Plan von Vauban bauen. Diese Festung sollte so gebaut werden, dass sie eine Belagerung von mehreren Monaten standhalten konnte.
Neben Munition und Proviant für Mensch und Tier durfte Wasser nicht fehlen.
Da es nicht genug Brunnen innerhalb der Festung gab, musste man neue Quellen suchen. Man fand eine 6,5 km von der Festung entfernt. Am Fuß der neuen Siedlung "Les Fours à Chaux" ( "Kalkofen", dem heutigen Ober-Felsberg ) unterhalb der "Dreibornwies" war eine Quelle die ausreichte.
Jedoch diese Quelle gehörte zum Herzogtum Lothringen.
Trotzdem 1685 ließ Choisy, der Gouverneur von Saarlouis, eine unterirdische Wasserleitung zwischen dieser Quelle und dem "Place d´Armes" ( Großer Markt ) legen.
Diese Leitung war aus Eichenholz, jedes Element hatte einen Durchmesser von 25 cm und 2 Meter Länge. Der Holzstamm wurde mit einem glühenden Eisen durchbohrt. Das Loch hatte einen Durchmesser von 8 cm.
Es waren 1296 Elemente zwischen dem Saarlouiserbrunnen und Neuhof-Picarder Brücke.
Jedes Rohr war mit einem kurzen Bronzerohr verbunden und mit ein wenig Mörtel abgedichtet.
Auf dieser Strecke waren Entsandungsbassins vorgesehen. Der Erste befand sich im "Großen Garten", der 2. in der "Kleinwies".
Verlauf der Wasserleitung: Oberstwies, Großwies, Großer Garten, Dorrwies, Kleinwies, Neuhof, Picarder Brücke, Mühlebach, Taffingsmühle, Neue Welt, SLS Metzer Straße, Lisdorfer Straße, Kleiner Markt, Französische Straße bis zur Mitte des Großen Marktes, wo sich ein großer Springbrunnen befand. Vor dem heutigen Geschäft "Leinen" gab es eine Abzweigung zu einem kleinen Springbrunnen im Garten der Kommandantur ( heutige Post - "Pieper" ).
1699: Der Pächter des Neuhoferweihers verhinderte die Reparatur eines Rohrbruches unter dem Weiher, deshalb musste man eine andere Lösung finden.
1701: Bau einer neuen Leitung ( aus Holz ) als Verlängerung des ehemaligen "Troch Burrens" ( Quelle von "Hufeisen"-"Sumpen" = 2. Saarlouiserbrunnen ). Dieser Leitungsverlauf führte entlang der heutigen Metzer Straße und des Hoferbaches, um den Neuhof-Weiher.
Die 2. Strecke mit 1350 Elementen war zwischen dem "Troch Burren" und der "Picarder" Brücke.
1710: Balthasar Papigny ( Besitzer vom Groß Haus ) wurde angezeigt, da er die Leitung für den eigenen Bedarf angezapft hatte !
1727 wurde der Springbrunnen auf dem "Place d´Armes" entfernt. Als Ersatz stellte man an die 4 Marktecken, Brunnen auf.
Die Marktbrunnen erhielten nun das Wasser vom Neuhofer Brunnen ( "Hofferburren" ), dieser befand sich in der Nähe der "Picarder" Brücke und wurde an die alte Holzleitung angeschlossen.
Seit 1727 wurden die zwei "Saarlouiserbrunnen" für die Felsberger Bürger freigegeben.
300 Jahre später ist der Name "Saarlouierburren" ( "Saarlouiserbrunnen" ) noch immer geläufig.
Bearbeitung : François Melcion, 2003
Später wurde er gerne als Viehtränke, aber auch für die Wäsche genutzt. Sein Wasser enhält wesentlich weniger Kalk als z.B. der "Troch-Burren".
 Der Troch-Burren1790 1. Rastplatz von Napoleon (Siehe Geschichte einer Treppe) Ursprünglich als Trog (Viehtränke) genutzt, wird er heute- wie auch die anderen Brunnen - in den trockenen Sommermonaten von der Bevölkerung als Schöpfbrunnen zum Bewässern der Selbstversorgergärten und anderer Anlagen rege genutzt.
Rund um den Troch-Burren herum wird seit 15 Jahren das alljährliche BURREN-FESCHD gefeiert. Neben dem Schulhof, der in erster Linie die Funktion als Dorfplatz zum Veranstalten der Kirmes- und Vereinsfeste hat, kommt dem Platz am Troch-Burrenn auch wegen seiner zentralen Lage eine ähnliche Rolle zu.
 Ewwerscht - Burren am Kirchenweg in Oberfelsberg, neu renoviert im Juni 2003.1790 2. Rastplatz von Napoleon (Siehe Geschichte einer Treppe) Wie das Foto ausweist hat der Bauhof der Gemeinde Überherrn eine seit Jahren vom Ortsrat erhobene Forderung nach Restaurierung des "Ewerscht Burren" am Kirchenweg bei Oberfelsberg erfüllt. Aus der recht unansehlichen Brunnenanlage, mit nach dem Krieg installierten Betontrögen, wurde ein respektables Vorzeigeobjekt, wenngleich noch einige restlichen Arbeiten zum vollständigen Abschluss durchzuführen sind und wie ich hoffe, auch in nächster Zeit erfolgen.
 Den Mitarbeitern des Bauhofes ein herzliches Dankeschön für die gute Idee und Ausführung der Arbeiten. Ein Dankeschön gebührt auch einem Anlieger, Herrn Hermann Tilmont der das Metalleinfriedigungsgitter frisch gestrichen hat, wodurch das Gesamtbild ebenfalls verbessert wird.
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