- Gestern und Heute -
Das heutige Felsberg ist erst während der Erbauung von Saarlouis entstanden. Der Beginn der Besiedlung im Raume Felsberg reicht jedoch bis in die jüngere Steinzeit zurück. Ein Einzelfund (ein Steingerät) weist auf die Kultur der Bandkeramiker
hin. Möglicherweise bestand auf dem Schlossberg bei Felsberg eine römische Anlage. Eine wahrscheinlich römische Straße führte an Unterfelsberg vorbei. Sie kam von Wallerfangen, bog vor dem Schlossberg nach Südwesten ab und führte nach Metz. Da später auf ihr das Salz von Lothringen herbeigeschafft wurde, erhielt sie den Namen "Salzweg".
Die Siedlung Neufelsberg hat ihren Ursprung im heutigen Oberfelsberg. Mit dem Baubeginn der Festung Saarlouis ließen sich hier im Jahre 1680 französische Kalkbrenner nieder, die den Kalk für die neue Festungsstadt brannten. Sie nannten ihre Siedlung "LES FOURS À CHAUX", was soviel bedeutet wie Kalkofen.
Dieser Name ist neben der Bezeichnung Neufelsberg auf der Straßenkarte von 1703 eingezeichnet. Der Name Felsberg tritt zum ersten Male 1179 mit dem Ritter Udo von Felsberg auf Das Sandsteingebirge war ausschlaggebend für die Namensgebung.
Die offizielle Gründung des Dorfes Felsberg erfolgte durch das von Herzog Leopold I. von Lothringen unterzeichnete Gründungsprotokoll am 22. April 1704. Felsberg gehörte damals zum Herzogtum Lothringen. Die Verteilung des Landes, der Bauplätze und Gärten erfolgte an 10 Bauern und 15 Handwerker. 1710 war die Zahl der Einwohner bereits auf 109 Personen angewachsen. Nach denn napoleonischen Kriegen kam Felsberg ebenso wie Saarlouis im Jahre 1815 zum Königreich Preußen.
1974 kommt die selbständige Gemeinde Felsberg im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform zur Großgemeinde Überherrn.
Die Gemarkungsfläche von Felsberg beträgt 5,11 qkm. Der höchste Bodenpunkt (zugleich auch der der Gemeinde Überherrn) ist der "Sauberg" mit 377 m über NN.
In Felsberg leben zur Zeit 1511 Einwohner (Stand 2003).
Im Kern ein Straßendorf, das sich in seinem Verlauf an eine erste Erhebung der lothringischen Stufenlandschaft anschmiegt, sind in den letzten 30 Jahren noch im Tal zu beiden Seiten der Metzer Straße neue Baugebiete (Enclos und Groß Wies) entstanden.
Anton Delges beschreibt den Ort in der " Geschichte des Ortes und der Herrschaft Felsberg" so:
"Abgeschirmt im Westen durch die Steilabhänge des lothringischen Stufenlandes, eingekuschelt zwischen grünen Wiesen, fruchtbaren Feldern und Erdfalten, wirft die Morgensonne ihre wärmenden Strahlen über den sich lang erstreckenden Ort und erfüllt ihn mit einer Lichtfülle, die durchdrungen ist vom Duft der Heumahd, der tausendfältigen Baumblüten und vom Erdhauch der aufgeworfenen Äcker" ( S. 54).
Von dieser hochgelegenen Grenzlandschaft reicht der Blick bis weit hinein nach Lothringen auf der einen und in das Saarlouiser Becken auf der anderen Seite.