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Lothringer Häuser

Einige "Sünden" in Bezug auf Modernisierung alter Bausubstanz in den zurück liegenden Jahrzehnten werden gottlob wiedergutgemacht.

lothr2.jpg In der jüngsten Vergangenheit ist zunehmend zu beobachten, dass Bauernhäuser in Privatbesitz stilgerecht renoviert werden. Statt Alu-Fenster sieht man wieder Holzfenster mit Sprossen; Kunststoffrollläden weichen Klappläden aus Holz. Bei den Fassaden wird Erhaltung der Sandsteingesimse an Fenstern, Türen und Scheunentoren Wert gelegt.

lothr5.jpg Obwohl die Bevölkerung durch eine eher ländlich, konservative Haltung geprägt ist, so hat sich doch durch die wiederholten Teilnahmen am Dorfwettbewerb die Einstellung gegenüber Veränderungen zum Positiven in Bezug auf die Wahl der Materialien und Formen gewandelt. Mit steigender Aufmerksamkeit wurden mustergültige Restaurierungen wahrgenommen und haben einen Nachahmungseffekt bewirkt.

lothr17.jpg Ausführende Handwerksbetriebe wurden weiterempfohlen. Wertvolle Hinweise konnten für die Renovierungsarbeiten in Eigenleistung gegeben werden. Sandstein erlebte eine Renaissance.

Früher wurden in Steinbrüchen auf Felsberger Bann Steine auch für größere Bauwerke (z. B. Kirchen und Schulen) in der näheren und weiteren Umgebung gebrochen. "Steinhauer" bzw. "Steinmetz" war neben "Agrarier" die dominante Berufsbezeichnung.