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Gottesdienstordnung

Bilder der Erstkommunion v. 11.05.03

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Pfarrei "St. Nikolaus Felsberg

Festvortrag
beim Pfarrfest in Felsberg anlässlich der
Grundsteinlegung der Pfarrkirche vor 100 Jahren
am 29. Juni 1998

von Hans-Georg Reuter

Vor hundert Jahren wurde der Grundstein der Pfarrkirche Felsberg gelegt. Ein Blick in die fast zweihundert Jahre ältere Geschichte des Ortes zeigt, dass es sich dabei schon um die dritte Kirche in Felsberg handelt. Eine erste kleine Kapelle, die den heiligen Martin zum Patron gehabt haben soll (wie die eigentliche Pfarrkirche in Berus), wurde 1718 gebaut, wenige Jahre nach der Gründung des Ortes. Seit 1680 die Festung Saarlouis gebaut wurde, wurde an den Berghängen der Stai der Sandstein zum Bau der Festungsanlagen gebrochen und der nötige Kalk gebrannt. Les fours à chaux, die Kalköfen, nannte man diesen Ort, der zum Ausgangspunkt des Dorfes Felsberg wurde, während vier Baracken, "Klein St. Antonius", später Bourg Dauphin genannt, die Bildung eines weiteren Dorfes einleiteten. Den Beruser Pfarrer beauftragte der Bischof von Metz sehr frühzeitig mit der Seelsorge der neuen Siedler auf dem Gebiet seiner Pfarrei. Im ältesten Beruser Taufregister ist die Rede von den Leuten "ex sylvis", aus den Wäldern. Am 16. Juni 1700 wird im Beruser Kirchenbuch erstmals der Ortsname Felsberg genannt, immerhin vier Jahre vor der Gründung des Ortes durch Herzog Leopold 1. von Lothringen. Damals wurden für Felsberg 1380 Morgen und für Neuforweiler 904 Morgen Land bestimmt. Mit zehn Ackerern und fünfzehn Tagelöhnern, meist Leute aus dem Metzer Land, die im Jahr 1704 die Waldungen von Berus bei Forweiler abholzten, konnte Felsberg sein dörfliches Leben beginnen, während acht Ackerer und zehn Tagelöhner die Siedlung Klein Sankt Antonius zu einem neuen Dorf erweiterten.

In Berus hatten die Prämonstratenser der Abtei Wadgassen ein Seelsorgezentrum, eine Propstei, errichtet. Der Pfarrer und zwei bis drei weitere Kanoniker waren zuständig für die Seelsorge in der ganzen Umgebung. Ein Chorherr betreute die Kapelle in Bisten, zu der auch die Gläubigen von Überherrn und vom Linseler Hof kamen. Ein zweiter Prämonstratenserpater war für die Kapelle in Neuforweiler zuständig, deren Gottesdienste auch die Bewohner des Neuhofs, des Stadler Hofs und der Taffings-Mühle besuchten. Die Einwohner von Altforweiler und Felsberg hatten dem Gottesdienst des Pastors in Berus beizuwohnen.

Alle Pfarrkinder waren verpflichtet, sich an den vier Hauptfesten des Jahres in Eschweiler in der Oranna-Kapelle einzufinden, denn das war die eigentliche Mutterpfarrei. Dort wurden auch die Toten dieser großen Seelsorgeeinheit beerdigt. Das heißt: In der kleinen Kapelle St. Martin in Felsberg wurde vermutlich nie die heilige Messe gefeiert, sie diente dem privaten Gebet der Einwohner dieses Dorfes. Zugleich gab es in Felsberg eine Schlosskapelle. Eine Zeitlang wohnte dort nach dem Erbauer Balthasar de Papigny der gehbehinderte Pfarrer Francois Joly. Die heiligen Messen, die dort gefeiert wurden, durften aber nur von den Familienangehörigen und Mitarbeitern dieses Hofguts besucht werden. Alle anderen gingen zum Sonntagsgottesdienst nach Berus. Das war schon ein weiter Weg, genau 4.351 Meter lang.

(Den auf der folgenden Seite abgebildete Plan fand Hans-Georg Reuter im Archiv in Metz. Um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen, wurde der Weg über Altforweiler gezeichnet; natürlich gingen unsere Vorfahren aber über Feldwege am Sauberg entlang eine viel kürzere Strecke. Im fernen Metz wusste das ja keiner.)

Festschrift der Pfarrei St. Nikolsus Felsberg vom 29.06.1998.
Die Gesamte Geschichte der Pfarrei St. Nikolaus, zusammengefasst in einem Heft mit 28 Seiten, erhältlich im Pfarrhaus in Altforweiler

heim1.jpgJugendheim

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