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Spielgemeinschaft Teufelsburg

Vorsitzender: Norbert Güthler-Tyarks, Waldstraße 35, 66780 Siersburg, Tel.: 06835/602261

Burgfestspiele

Alljährlich locken die Burgfestspiele Hunderte von Besuchern von nah und fern. Die wildromantische Kulisse eignet sich vor allem für mittelalterliche Schauspiele. Verantwortlich für diese Festspiele ist die Spielgemeinschaft Teufelsburg. Unter dem Thema "Ivanhoe" standen die diesjährigen Festspiele im August.

**Burgfestspiele der Spielgemeinschaft Teufelsburg e.V.2007**
mit dem Theaterstück:.von Birgit Müller.

** Das Weib tut nicht dem Manne gleich**

Termine : 7/8 Juli und 14/15. Juli 2007 auf der Teufelsburg



Der schwarze Ritter kehrt zurück


Saarbrücker Zeitung 09. Juli 2005

von SZ-Mitarbeiterin Heike Theobald

Die Spielgemeinschaft Teufelsburg bringt zu den 13. Teufelsburgfestspielen die Geschichte um den schwarzen Ritter Ivanhoe zur Aufführung. Das Stück nach Vorlage von Sir Walter Scott schrieb Norbert Güthler-Tyarks bühnengerecht um. Die Regie führt Daniela Nitschke vom Staatstheater Saarbrücken. Geplant sind vier Vorstellungen auf der Teufelsburg in Oberfelsberg, eine Zusatzvorstellung in Siersburg.



michael.jpg Michael Maßmich, Frank Kalka und Nikola Koch. Fotos: Heike Theobald

Felsberg. Schwerter krachen ineinander, geführt von zwei Männern. Ein Tempelritter und ein Ritter adeliger Abstammung, schwarz gekleidet, kämpfen um das Schicksal einer Frau. Darf sie leben oder wird sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt? Szenen, wie sie das Mittelalter schrieb. Und die wohl berühmteste Figur des Hochmittelalters kehrt nun zurück, sein Name: Ivanhoe. Wo? Natürlich vor passender Kulisse. Das Epos nach dem Roman von Sir Walter Scott steht dieses Jahr auf dem Programm der Festspiele der Spielgemeinschaft Teufelsburg.

Historische Romanze

Die schier endlose Rivalität von Normannen und Angelsachsen, Kreuzzüge, die eine Spur der Verwüstung hinterlassen, Hexenverfolgung, Intrigen und Komplotte - Autoren schöpften reichlich aus den spannenden, zum Teil herzzerreißenden Geschichten des Mittelalters. Der schottische Schriftsteller Sir Walter Scott war dafür weltbekannt. Er schrieb 1820 die historische Romanze "Ivanhoe". In den 50er Jahren folgte der Spielfilm mit Robert Taylor als Ivanhoe und Elisabeth Taylor als Rebecca of York. Wenige Jahre später strahlte die ARD die Geschichte um den schwarzen Ritter gar als Serie aus. "Aber noch nie gab es die Geschichte als Bühnenstück", erklärte Norbert Güthler-Tyarks, Vorsitzender der Spielgemeinschaft Teufelsburg. Also machte er sich ans Werk, war er doch schon als Kind fasziniert von der Figur Ivanhoes und der Geschichte des Mittelalters. Zur Handlung: Ivanhoe folgte Prinz Löwenherz in den Kreuzzug, was seinem Vater, Graf Cedric of Rotherwood, missfiel. Als Ivanhoe zurück nach England kehrt und sein Land in einem schlimmen Zustand vorfindet, macht er Bekanntschaft mit Tempelrittern, drei an der Zahl, die sich mit Prinz John verbanden. Zuerst erkennt niemand Ivanhoe, bis er bei einem Ritterspiel verletzt wird. Hier kommen Rowena, ein Mündel des Grafen Rotherwood, und Rebecca of York ins Spiel. Rebecca wird nachgesagt, sie sei eine Hexe. Großes Finale: Es kommt zu einem Duell zwischen den Rittern Ivanhoe und Brian de Bois-Guilbert. Die Bühnenfassung von Güthler-Tyarks lässt das Ende offen. Nicht, was den Zweikampf betrifft.

Nachwuchs gefordert

Im Original nach Scott kommt es zu Liebschaften, die der Siersburger Autor lediglich andeutet: "Man spürt, dass es sie gibt." Für die Rolle des "ewigen Liebhabers" stand oftmals Michael Maßmich auf der Bühne. Er schlüpft jedoch dieses Mal in die Rolle des Bösewichts. Frank Kalka spielt seine erste große Rolle und dann gleich schon Ivanhoe. Er habe "ein gutes Potenzial". Bei der Besetzung habe die Spielgemeinschaft eine gute Mischung von "alten Hasen" und dem Nachwuchs gefunden, mit der Tyarks "sehr zufrieden" ist. Jeder einzelne wüsste in seiner Rolle zu überzeugen.

gemein.jpg Das Kostüm sitzt, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Spielgemeinschaft Teufelsburg führt Ivanhoe auf.

Auf einen Blick

Termine für die Aufführung Ivanhoe auf dem Burgplateau Teufelsburg: Sonntag, 17. Juli und Sonntag, 24. Juli, jeweils um 16 Uhr;
Nachtvorstellung am Samstag, 16. Juli und Samstag, 23. Juli, Beginn jeweils um 22 Uhr. Eine Zusatzvorstellung findet am Freitag, 29. Juli, um 22 Uhr, in Siersburg statt.
Eintrittspreise:
Für Erwachsene an der Tageskasse fünf Euro, im Vorverkauf vier Euro, Nachtvorstellungen kosten sieben Euro. Kinder zahlen drei Euro, zwei Euro, vier Euro. Familien, maximal zwei Erwachsene und vier Kinder, zahlen pauschal 14 Euro, elf Euro und 17 Euro. Vorverkauf im Felsberger Hof und bei Piper. hth
Hintergrund Mitwirkende: Frank Kalka, Franz Fuchs, Manfred Lehnert, Sylvie Moratin, Karl-Heinz Görgen und Uwe Keller, Michael Maßmich, Werner Osbild, Andreas Meder, Wolfgang Fendt und Markus Omyla, Werner Ehre, Thomas Däbritz, Julian Schmidt, Birgit Müller, Christina Roche, Nikola Koch und Sarah Braun, Christine Rollinger, Rebecca Bus, Petra Port, Desiree Ritter, Rennee Rollinger, Anna Furch, Nicole Hermies, Alesandra Kinzer. Gruppen: Miraval und Setanta. Maske: Antje Pils, Liane Wirschum und Christine Rollinger; Kostüme:Antje Pils. Musik und Konzeption: Norbert Güthler-Tyarks. Zusätzlich hinter der Kulisse: Horst Detample, Rainer Herrenschmidt. Regie führt Daniela Nitschke. hth