Fördergemeinschaft Teufelsburg e. V. 66802 Überherrn-Felsberg
Vandalismus auf der Teufelsburg erschwert der Fördergemeinschaft die Arbeit
Felsberg (en). „Mit Kopfschütteln ist nichts erreicht“ sagten sich die Verantwortlichen in der Fördergemeinschaft Teufelsburg. Auch wenn der Vandalismus, der erheblich zugenommen hat, sie im ersten Augenblick entmutigt habe, wolle man die Erfolge von vierzig Jahren Gemeinschaftsarbeit nicht einfach auf den Müll kehren lassen. Monika Podzierski ebenso wie viele andere im Verein erbost, denkt nicht ans Aufgeben. Obgleich die Hoffnung schnell schwindet, wenn immer und immer wieder neue Beschädigungen registriert werden müssen, finden sich Leute, die die touristische Attraktion erhalten möchten.
Die Fördergemeinschaft ist dem Bauhof der Gemeinde Überherrn dankbar, dass er sofort geholfen hat, und zerstörte Geländer erneuerte. Aber nicht nur 25 Liter Farbe sind bei den Reparaturarbeiten verstrichen worden. Kurt Thull und Josef Schuch gehörten zu jenen, die dabei freiwillig Hand anlegten. Am Turm waren wegen der Mutwilligkeiten auch Dacharbeiten notwendig, die teuer zu stehen gekommen wären. Wolfgang Jillig hat bei der notwenigen Reparatur, wozu sogar eine Hebebühne notwendig war, aber nicht nur eine neue Turmhaube gestiftet, er setzte auch ein Wetterfähnchen oben drauf, das die Jahreszahl 1370 zeigt, was an die Geschichte der Burg erinnert.
Erst vor wenigen Wochen hatte Bürgermeister Thomas Burg im Ortsrat gewürdigt, was die Staier in den vergangenen vier Jahrzehnten an Kraft und Zeit investiert haben, damit die Burg interessierte Wanderer auf den Schlossberg zieht. Er hatte dabei die Unterstützung der Gemeinde signalisiert, das Kleinod begehbar zu erhalten. Das ist ohnehin mit erheblichen Geldausgaben verbunden. Der Topf der Gemeinde ist aber schnell erschöpft, wenn solche unnötigen Reparaturarbeiten anstehen. Und die Vereinskasse der Fördergemeinschaft kann nicht jedes Jahr in solch hohem Maß dafür hergenommen werden. Die Behebung der durch Vandalismus verursachten Schäden hat allein in diesem Jahr 10000 Euro verschlungen.
Ein Verein stellt sich vor:
1968 Vereinsgründung
Vereinsart: Der Verein ist eine Verbindung von Freunden des heimatgeschichtlichen
Bauwerks der Teufelsburg und hat seinen Sitz in Überherrn-Felsberg.
Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand. Die Mitglied Schaft ist für alle Personen offen.
Der Vorstand führt die Geschäfte ehrenamtlich.
Aufgabe des Vereins:
Der Verein verfolgt gemeinnützige, kulturelle Zwecke mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit dem Landeskonservatoramt, der Naturschutz-Behörde, sowie der
Gemeinde Überherrn, die Überreste der Teufelsburg freizulegen, sie zu sichern, und soweit es historische Forschungsergebnisse zulassen, wieder aufzubauen. Die Teufelsburg soll eine Ruine bleiben, es soll jedoch in den Grundrissen erkennbar werden, wie die Burganlage früher einmal ausgesehen hat.
Die heutigen geschichtlichen Erkentnisse stammen aus den Forschungen in den Archiven,
von Metz, Nancy, Koblenz, Saarlouis und Saarbrücken, desweiteren durch Archäologische-Forschungen vor Ort.
Ausgrabungen:
1964 wurde mit den ersten Ausgrabungen begonnen. Fast 3 Jahrhunderte
wurde die Burgruine als Steinbruch benutzt so daß enorme Schuttmassen zu beseitigen waren. Mit freiwilligen Helfern wurde nach der Schicht und an Wochenenden gearbeitet.
Durch finanzielle Schwierigkeiten gingen in der Anfangsphase die Arbeiten nur langsam voran.
A.B.-Maßnahmen ab 1978.
Durch mittelalterliche Märkte, Burgfeste, Festspiele, Führungen durch das Burg- Areal und Museum, versucht die Fördergemeinschaft Teufelsburg e. V. mit dem Kulturamt der Gemeinde Überherrn, die Teufelsburg, für die Allgemeinheit, attraktiv zu gestalten.
Anmeldungen zu Führungen bei
Monika Podzierzki, Tel. 06837-74312 e-Mail Barbara@drachenhorst.de