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Dorf- und Wegekreuze

Dorf- und Wegekreuze geben Zeugnis von der Geschichte des Dorfes und von Geschichten, die sich gemäß der schriftlichen oder mündlichen Überlieferung so oder so ähnlich zugetragen haben. Die Denkmäler aus rotem oder gelbem Buntsandstein, aus Muschelkalk oder auch aus Granit stellen unbestritten einen wesentlichen Teil der Kultur unseres Dorfes dar. Bei vielen Kreuzen waren die Spuren der Zeit leider nicht zu übersehen. Witterungseinflüsse oder auch Einwirkungen und Folgen roher Gewalt hatten den Glanz und die Schönheit der steinernen Zeitzeugnisse teilweise stark verblassen lassen. Von der Gemeinde Überherrn wurden 2 der Felsberger Kreuze zuletzt 1983 restauriert.

Vor dem Hintergrund leerer Kassen bei der Kommune hat sich die Felsberger CDU die Renovierung, Restaurierung und Pflege der Dorfkreuze mit anerkennender Zustimmung der Gemeinde zur Aufgabe gemacht. Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme konnte 1996 eine Dokumentation vorgelegt werden, die u. a. die notwendigen Sanierungsarbeiten festhielt. Unter Anleitung des erfahrenen Hobbysteinmetzen Johann Schütz legten Mitglieder einer Arbeitsgruppe Hand an, um die Dorfkreuze vor einem weiteren Verfall zu bewahren.

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Bei einigen Kreuzen stellte sich dann aber heraus, dass hier nur mit professioneller Arbeit weiterzukommen ist. So wurde 2000/2001 das große Altarkreuz in der Straßengabelung in Oberfelsberg mit erheblichem finanziellen Aufwand grund- legend restauriert und fehlende Teile ergänzt.

In einer Feierstunde wurde 2001 unter regem Interesse vor allem der Oberfelsberger das fachgerecht restaurierte Kreuz in der Straßengabelung von B405/B269 der Öffentlichkeit übergeben.

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Seit einigen Tagen steht in Unterfelsberg in der Metzer Straße (in der Nähe der Einmündung des Kirchenweges) dieses schöne Sandsteinkreuz, von dem viele Jahre nur noch der stark beschädigte Sockel zu sehen war. Auch dieses Kreuz hat die Felsberger CDU nach noch vorhandenen Fotos stilgerecht restaurieren lassen. Ebenso wie bei dem Kreuz in Oberfelsberg wurden dazu Erlöse aus den Burrenfeschden verwendet.

Für alle restaurierten Kreuze konnten Paten gewonnen werden, die kleine Reinigungsarbeiten durchfuhren, das Umfeld pflegen und den Blumenschmuck anbringen und betreuen.

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Vor oder an vielen Felsberger Häusern sieht man kunstvoll behauene Sandsteine bzw. Sandsteinplatten mit Wappen, Namen oder auch Jahreszahl versehen. Diese Kunstwerke stammen ebenfalls aus den Händen von Johann Schütz. Man kann es kaum glauben, dass er dieses Handwerk des Steinhauens nicht gelernt hat. Nach seiner Pensionierung hat er als Hobby mit der Bearbeitung des einheimischen Sandsteins begonnen. Dabei zeigt er sehr viel Kunstsinn und Geschicklichkeit, wie der nachstehende Stein zeigt, der am Eingang des ältesten Teiles von Felsberg - dem Neuhof - steht.

Ein weiteres Meisterwerk ist der Sockel des Marienaltars in der Pfarrkirche und der Sandsteinsockel auf dem die Josefstatue steht. Diesen Stein machte Johann Schütz der Pfarrei anlässlich der 1 00-Jahrfeier der Weihe der Pfarrkirche zum Geschenk.

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Auf der Rückseite dieses Steines befindet sich ein Hinweis auf die Gründerin des Neuhofs, Anna von Isenburg. Sie, die damals Herrin der Stadt Berus war, ließ um 1570 hier einen Hof bauen.

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